Journalistin_BS

Erst der zweite Beruf ist mein Traumberuf. Seit mehr als 13 Jahren arbeite ich als Journalistin. Mittlerweile lebe ich sechs Jahre in Braunschweig – und das fast immer gerne. Beruflich habe ich mich in den vergangenen Jahren den voran schreitenden Zeiten und Trends angepasst. Aus einer reinen Print-Journalistin habe ich mich seit Jahren immer mehr in Richtung Online-Journalismus entwickelt. Und darüber hinaus kann ich heute auch CMS bedienen, Templates gestalten, ganze Seiten gestalten und mit Inhalt füllen... Auch die Welt der Social Media ist mir nicht fremd geblieben. Wobei ich lange nicht alle Portale und Möglichkeiten für mich nutze. Mir persönlich ist Twitter am liebsten. Bei Xing bin ich aktiv und bei Facebook ab und an. Da ich mein Privatleben aber privat halte, ist mir Facebook manchmal etwas befremdlich. Mit wachsender Begeisterung schreibe ich meine Blogs. Ja, ich habe gleich mehrere.

Immer wenn ich etwas Zeit habe, stöbere ich ein wenig im Netz. Bei Twitter und Facebook bekomme ich zudem neue Anregungen für interessante Seiten und Meinungen. Auch die monatlichen Treffen unseres SMC geben mir neue Impulse.

Eines ist klar: Social Media ist mehr als nur ein Hype, mehr als nur ein Schlagwort und ist bei vielen Unternehmen längst mehr oder weniger angekommen. Wer sich dann aber genauer umsieht, bemerkt schnell, dass viele Unternehmen versuchen, ihre Marketing-Strategie 1:1 auf den jeweiligen Portalen umzusetzen. Statt die große Chance zu nutzen, mit dem Kunden oder gar dem potentiellen Kunden ins Gespräch zu kommen, statt ihm zuzuhören, versuchen viele Unternehmen mit Gewinnspielen und ähnlichen Aktionen möglichst viele „Fans“ zu generieren. Sie wollen ihre Marke etablieren, ihre Reichweite vergrößern, eben bekannter werden.

Gegen das Motiv an sich spricht nichts. Die Frage, die ich mir allerdings stelle: Wenn schon Fernsehwerbung nicht mehr so gut funktioniert, weil die Menschen ob der vielen Werbung übersättigt sind, warum sollte ein ähnliches Vorgehen auf Social-Media-Plattformen besser funktionieren? Nur weil das Medium noch recht neu ist? Eine weitere Frage: Was nutzt die größere Bekanntheit, wenn dadurch der Umsatz kaum oder gar nicht steigt, das Unternehmen also keine neuen Kunden gewinnen kann?

Einen Hype zu nutzen, ohne das zu kennen, was dahinter steckt, wird selten erfolgreich sein. Besser: Sich mit der Modeerscheinung vorher auseinandersetzen und die richtigen Fragen zu stellen: „Was ist Social Media überhaupt?“, „Wie funktioniert Social Media Marketing?“, „Welche Regeln gelten im Social Media Marketing?“, „Gibt es spezielle Regeln für einzelne Plattformen?“. Und die wichtigste Frage: „Welches ist das Ziel des Unternehmens?“

Wer die Fragen und die Antworten beiseite lässt, wird höchstens von einem zufälligen Erfolg profitieren können.

Interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang auch der Blog massenpublikum.de.

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