Karl-Heinz Limpert

Leiter Online-Redaktion und -Entwicklung bei pr nord. neue kommunikation, verantwortlich für strategische Social Media-Beratung

So, die Sommerpause neigt sich dem Ende und wir gehen die neue Herbst-Planung an. Anfang der nächsten Woche gibt es die nächsten Veranstaltungsdaten. Also schön aufgepasst, es wird ein interessanter Social Media Herbst 20.11. Es wird eine neues Format sein, mit einer begrenzten Anzahl an Teilnehmern. Aber die Referenten kommen alle aus der Praxis, mit tollen Beispielen. Näheres folgt.

Ich bedanke für die Unterstützung in der Region bei der Gründung des Social Media Clubs Bs Wob und wünschen alle einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start in das neue „Social Media Jahr 2011“, Karl-Heinz Limpert

Ein interessanter Beitrag von Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian. Er erklärt, warum Medien twittern sollten und nennt 15 Bereiche, in denen Twitter effektiv ist.

1) Es ist eine hervorragende Form der Distribution
Twitter ist ein hoch effektiver Weg zur Verbreitung von Ideen und Inhalten – und vor allem ist es schnell. „Die Lebenserwartung von exklusiven Informationen ist mittlerweile in Minuten messbar, wenn nicht in Sekunden.“ Von den 140 Zeichen sollte sich niemand abschrecken lassen. „Viele der besten Tweets sind Links“.

2) Es ist der Platz, wo die Dinge zuerst passieren
Nicht alles, Medien bringen viele News. Aber viele Neuigkeiten erscheinen zuerst auf Twitter. Es gibt dort Millionen Menschen, die selbst die kleinsten Dinge aufgreifen. Die Chancen sind hoch ein Gerücht zu finden, das später zur Nachricht wird.

3) Als Suchmaschine fordert Twitter Google heraus
Viele Leute verstehen noch immer nicht, dass Twitter in vielerlei Hinsicht eine bessere Suchmaschine als Google ist. Es geht einen Schritt weiter als der Suchmaschinen-Gigant, denn es nutzt die Intelligenz der User um Inhalte zu finden, die neu, relevant oder unterhaltsam sind.

4) Es ist ein herausragender Aggregator
Twitter bringt meist die besten Suchergebnisse zu nahezu jeder Frage. Man kann es zu seinem eigenen personalisierten News-Feed machen. Es geht nicht einfach nur um’s Suchen. Man kann sich zurücklehnen und beobachten wie andere Menschen hinausgehen und für einen suchen und mit wertvollen Informationen zurückkommen.

5) Es ein großartiges Reporting-Tool
Viele der besten Reporter nutzen Twitter als Hilfe um Informationen zu sammeln. Es kommt die bekannte ‚wisdom of crowds‘ zum Tragen, die beste Ergebnisse liefert. Oder man braucht rasch eine Antwort und stellt die Frage auf Twitter. Mit Twitter lassen sich auch Zeugen für bestimmte Ereignisse finden, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Anders wäre sie oft kaum zu finden.

6) Es ist eine fantastische Form des Marketing
Wer einen Artikel oder Blogeintrag geschrieben hat, kann es via Twitter alle wissen lassen. „Schlagen Sie Alarm bei ihren Followern. […] Wenn sie es wirklich mögen, dann wird es – wie wir sagen – viral. Ich habe nur 18.500 Follower. Aber wenn ich von unserem Kolumnisten Charlie Brooker geretweeted werde, erreiche ich auf einen Schlag 200.000.

7) Es ist eine Serie von allgemeinen Kommunikationen
Was man geschrieben hat wird nicht nur verbreitet, sondern die Leser können auch antworten. Es gibt nichts Schlimmeres als keine Reaktionen zu erhalten. „Mit Twitter bekommen Sie sofort ein Feedback“.

8) Es hat eine höhere Diversität
Traditionelle Medien geben nur einem eine Stimme. Twitter gibt jedem ein.

9) Es ändert die Art des Schreibens
Eine gute Konversation besteht aus Zuhören genauso wie Sprechen. In Twitter wird man genau beides machen. Und dann ist in Twitter offenbar mehr Kürze. Tweets sind kurz, persönlich, humorreich und vermischen stärker Tatsachen und Meinungen. „Journalisten lernen schnell. Sie beginnen anders zu Schreiben.“

10) Man begegnet einander auf Augenhöhe
Auch wer völlig unbekannt ist, kann ein großes Publikum ansprechen. „Ein bekannter Name kann anfangs User anlocken. Aber wer nichts zu sagen, hat spricht bald in einen leeren Raum.“

11) Es hat andere Nachrichtenwerte
Twitterer haben häufig eine völlig unterschiedliche Einschätzung was eine News ist und was nicht. Entscheidungen die Journalisten treffen, unterscheiden sich von denen der Twitter-Nutzer. Was zehntausende User spannend finden, muss nicht dasselbe sein, was ein Redakteur für relevant befindet. „Wir können das natürlich ignorieren. Aber sollten wir?“

12) Die Aufmerksamkeitsspanne ist lang
Das Gegenteil wird häufig behauptet. Twitter sei kurzlebig, spontan und stark eingedampft. Wer das aber über Suchbegriffe genauer verfolgt, wird feststellen, dass die TwitterCommunity Themen oft noch lange weiter verfolgt, nachdem „die Karawane von professionellen Journalisten bereits weitergezogen ist.“

13) Es fördet Communities
Es bilden sich Interessengemeinden für gewisse Ideen, Ereignisse, Kulturen oder Regionen. Manche sind kurzlebig andere bestehen für lange Zeit.

14) Die Bedeutung von Autorität ändert sich
Bei Twitter entsteht eine „peet to peer“-Autorität. Auf eine Expertenmeinung wird nicht mehr gewartet, man holt sie sich von einem anderen Nutzer. Obwohl die Meinung von Medien noch respektiert wird, wartet niemand darauf.

15) Twitter ist ein Agent des Wandels
Je mehr Twitter in der Lage ist, Leute rund um Themen zu scharen und Anliegen zu formulieren, destp deutlicher wird es Einfluss auf Autoritäten bekommen. Unternehmen lernen bereits die Macht der Gemeinschaftsmedien zu respektieren, ja sogar zu fürchten. Auch für die Politik wird Social Media immer mehr zur Herausforderung.

In Norddeutschland sind die Städte Braunschweig und Wolfsburg am besten für die Zukunft gerüstet. Zu diesem Ergebnis kommt der Zukunftsatlas 2010. Die Studie wurde im Auftrag des „Handelsblattes“ vom Prognos-Institut durchgeführt. Die Kriterien für das Städte-Ranking sind vielfältig. Berücksichtigt werden unter anderem Faktoren wie Kaufkraft, Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt und Forschungsaktivitäten.

Eine tolle Sache und es belegt die Bewegung in der Region, die wir auch unterstützen wollen.

Mehr dazu auf ndr.de

ein interessanter Artikel auf hotel-newsroom.de: Waren es im Mai noch 5% der erwachsenen Internet-User, so nutzen laut aktueller Umfrage 4% der erwachsenen Internet-User derartige Dienste. Auch die mobile Nutzung war Teil der Umfrage:

* 7% der Erwachsenen, die mit mobilen Endgeräten im Internet surfen, nutzen demnach Location Based Services.
* 8% der Erwachsenen im Alter von 18-29 nutzen Location Based Services – wesentlich mehr als in jeder anderen Altersgruppe.
* 6% der Männer nutzen Location Based Service, bei den Frauen sind es hingegen nur 3%.

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