So, die Sommerpause neigt sich dem Ende und wir gehen die neue Herbst-Planung an. Anfang der nächsten Woche gibt es die nächsten Veranstaltungsdaten. Also schön aufgepasst, es wird ein interessanter Social Media Herbst 20.11. Es wird eine neues Format sein, mit einer begrenzten Anzahl an Teilnehmern. Aber die Referenten kommen alle aus der Praxis, mit tollen Beispielen. Näheres folgt.

5 Leitsätze

  1. Erstellen Sie eine Strategie, welche sozial ist
    Alles was Sie tun, sollte sozial sein, nicht erst am Ende der Kampagne oder nur am Rande. Facebook sollte umfassend im Marketing einbezogen werden und einen Teil zur Erreichung der Geschäftsziele darstellen.
  2. Erstellen Sie eine authentische Markenstimme
    Facebookbenutzer sind klar und offen – Unternehmen sollten gleichziehen und unkompliziert Informationen veröffentlichen.
    Facebook ist ein idealer Ort um einer Marke durch eine authentische und konsequente Stimme Persönlichkeit zu verleihen.
  3. Machen Sie es interaktiv
    Facebookbenutzer verbringen ihre Zeit mit Kommunikation und dem Teilen von Informationen mit anderen, immer in einer Zweiweg-Kommunikation.
    Bedenken Sie dieses Aspekt im Bezug zu Ihrer Marke und erstellen Sie inhärent soziale Inhalte, welche von Facebooknutzern begeistert weitergebeben werden können.
  4. Kümmern Sie sich um die Beziehungen
    Wie in der realen Welt benötigt der Aufbau von Beziehungen zu Ihren Fans Zeit und ist als langfristiges Investment zu betrachten. Halten Sie Ihre Inhalte aktuell und einfach zu konsumieren, nutzen Sie auch Ads um in Verbindung zu bleiben. Belohnen Sie Fans mit Angeboten und Promotionen für die Loyalität.
  5. Lernen Sie laufend
    Das Engagement in Facebook erlaubt das Einholen von Feedback in Echtzeit. Nutzen Sie Reportingwerkzeuge und lernen Sie über das Verhalten und Interessen Ihrer Fans.

Quelle: www.thomashutter.com/

Ich bedanke für die Unterstützung in der Region bei der Gründung des Social Media Clubs Bs Wob und wünschen alle einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start in das neue „Social Media Jahr 2011“, Karl-Heinz Limpert

Immer wenn ich etwas Zeit habe, stöbere ich ein wenig im Netz. Bei Twitter und Facebook bekomme ich zudem neue Anregungen für interessante Seiten und Meinungen. Auch die monatlichen Treffen unseres SMC geben mir neue Impulse.

Eines ist klar: Social Media ist mehr als nur ein Hype, mehr als nur ein Schlagwort und ist bei vielen Unternehmen längst mehr oder weniger angekommen. Wer sich dann aber genauer umsieht, bemerkt schnell, dass viele Unternehmen versuchen, ihre Marketing-Strategie 1:1 auf den jeweiligen Portalen umzusetzen. Statt die große Chance zu nutzen, mit dem Kunden oder gar dem potentiellen Kunden ins Gespräch zu kommen, statt ihm zuzuhören, versuchen viele Unternehmen mit Gewinnspielen und ähnlichen Aktionen möglichst viele „Fans“ zu generieren. Sie wollen ihre Marke etablieren, ihre Reichweite vergrößern, eben bekannter werden.

Gegen das Motiv an sich spricht nichts. Die Frage, die ich mir allerdings stelle: Wenn schon Fernsehwerbung nicht mehr so gut funktioniert, weil die Menschen ob der vielen Werbung übersättigt sind, warum sollte ein ähnliches Vorgehen auf Social-Media-Plattformen besser funktionieren? Nur weil das Medium noch recht neu ist? Eine weitere Frage: Was nutzt die größere Bekanntheit, wenn dadurch der Umsatz kaum oder gar nicht steigt, das Unternehmen also keine neuen Kunden gewinnen kann?

Einen Hype zu nutzen, ohne das zu kennen, was dahinter steckt, wird selten erfolgreich sein. Besser: Sich mit der Modeerscheinung vorher auseinandersetzen und die richtigen Fragen zu stellen: „Was ist Social Media überhaupt?“, „Wie funktioniert Social Media Marketing?“, „Welche Regeln gelten im Social Media Marketing?“, „Gibt es spezielle Regeln für einzelne Plattformen?“. Und die wichtigste Frage: „Welches ist das Ziel des Unternehmens?“

Wer die Fragen und die Antworten beiseite lässt, wird höchstens von einem zufälligen Erfolg profitieren können.

Interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang auch der Blog massenpublikum.de.

Ein interessanter Beitrag von Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian. Er erklärt, warum Medien twittern sollten und nennt 15 Bereiche, in denen Twitter effektiv ist.

1) Es ist eine hervorragende Form der Distribution
Twitter ist ein hoch effektiver Weg zur Verbreitung von Ideen und Inhalten – und vor allem ist es schnell. „Die Lebenserwartung von exklusiven Informationen ist mittlerweile in Minuten messbar, wenn nicht in Sekunden.“ Von den 140 Zeichen sollte sich niemand abschrecken lassen. „Viele der besten Tweets sind Links“.

2) Es ist der Platz, wo die Dinge zuerst passieren
Nicht alles, Medien bringen viele News. Aber viele Neuigkeiten erscheinen zuerst auf Twitter. Es gibt dort Millionen Menschen, die selbst die kleinsten Dinge aufgreifen. Die Chancen sind hoch ein Gerücht zu finden, das später zur Nachricht wird.

3) Als Suchmaschine fordert Twitter Google heraus
Viele Leute verstehen noch immer nicht, dass Twitter in vielerlei Hinsicht eine bessere Suchmaschine als Google ist. Es geht einen Schritt weiter als der Suchmaschinen-Gigant, denn es nutzt die Intelligenz der User um Inhalte zu finden, die neu, relevant oder unterhaltsam sind.

4) Es ist ein herausragender Aggregator
Twitter bringt meist die besten Suchergebnisse zu nahezu jeder Frage. Man kann es zu seinem eigenen personalisierten News-Feed machen. Es geht nicht einfach nur um’s Suchen. Man kann sich zurücklehnen und beobachten wie andere Menschen hinausgehen und für einen suchen und mit wertvollen Informationen zurückkommen.

5) Es ein großartiges Reporting-Tool
Viele der besten Reporter nutzen Twitter als Hilfe um Informationen zu sammeln. Es kommt die bekannte ‚wisdom of crowds‘ zum Tragen, die beste Ergebnisse liefert. Oder man braucht rasch eine Antwort und stellt die Frage auf Twitter. Mit Twitter lassen sich auch Zeugen für bestimmte Ereignisse finden, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Anders wäre sie oft kaum zu finden.

6) Es ist eine fantastische Form des Marketing
Wer einen Artikel oder Blogeintrag geschrieben hat, kann es via Twitter alle wissen lassen. „Schlagen Sie Alarm bei ihren Followern. […] Wenn sie es wirklich mögen, dann wird es – wie wir sagen – viral. Ich habe nur 18.500 Follower. Aber wenn ich von unserem Kolumnisten Charlie Brooker geretweeted werde, erreiche ich auf einen Schlag 200.000.

7) Es ist eine Serie von allgemeinen Kommunikationen
Was man geschrieben hat wird nicht nur verbreitet, sondern die Leser können auch antworten. Es gibt nichts Schlimmeres als keine Reaktionen zu erhalten. „Mit Twitter bekommen Sie sofort ein Feedback“.

8) Es hat eine höhere Diversität
Traditionelle Medien geben nur einem eine Stimme. Twitter gibt jedem ein.

9) Es ändert die Art des Schreibens
Eine gute Konversation besteht aus Zuhören genauso wie Sprechen. In Twitter wird man genau beides machen. Und dann ist in Twitter offenbar mehr Kürze. Tweets sind kurz, persönlich, humorreich und vermischen stärker Tatsachen und Meinungen. „Journalisten lernen schnell. Sie beginnen anders zu Schreiben.“

10) Man begegnet einander auf Augenhöhe
Auch wer völlig unbekannt ist, kann ein großes Publikum ansprechen. „Ein bekannter Name kann anfangs User anlocken. Aber wer nichts zu sagen, hat spricht bald in einen leeren Raum.“

11) Es hat andere Nachrichtenwerte
Twitterer haben häufig eine völlig unterschiedliche Einschätzung was eine News ist und was nicht. Entscheidungen die Journalisten treffen, unterscheiden sich von denen der Twitter-Nutzer. Was zehntausende User spannend finden, muss nicht dasselbe sein, was ein Redakteur für relevant befindet. „Wir können das natürlich ignorieren. Aber sollten wir?“

12) Die Aufmerksamkeitsspanne ist lang
Das Gegenteil wird häufig behauptet. Twitter sei kurzlebig, spontan und stark eingedampft. Wer das aber über Suchbegriffe genauer verfolgt, wird feststellen, dass die TwitterCommunity Themen oft noch lange weiter verfolgt, nachdem „die Karawane von professionellen Journalisten bereits weitergezogen ist.“

13) Es fördet Communities
Es bilden sich Interessengemeinden für gewisse Ideen, Ereignisse, Kulturen oder Regionen. Manche sind kurzlebig andere bestehen für lange Zeit.

14) Die Bedeutung von Autorität ändert sich
Bei Twitter entsteht eine „peet to peer“-Autorität. Auf eine Expertenmeinung wird nicht mehr gewartet, man holt sie sich von einem anderen Nutzer. Obwohl die Meinung von Medien noch respektiert wird, wartet niemand darauf.

15) Twitter ist ein Agent des Wandels
Je mehr Twitter in der Lage ist, Leute rund um Themen zu scharen und Anliegen zu formulieren, destp deutlicher wird es Einfluss auf Autoritäten bekommen. Unternehmen lernen bereits die Macht der Gemeinschaftsmedien zu respektieren, ja sogar zu fürchten. Auch für die Politik wird Social Media immer mehr zur Herausforderung.

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